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Salonhygiene in der Grippesaison: Vertrauen schaffen

Hygienezweifel werden selten zur Beschwerde, sondern zu verlorener Kundschaft. So schaffen Sie Vertrauen mit Protokoll, Reinigungspuffern und kalkuliertem Einwegmaterial.

· 5 Min. Lesezeit

Salonhygiene in der Grippesaison: Vertrauen schaffen

Ende Oktober spielt sich in vielen Salons dieselbe Szene ab: Im Wartebereich hustet eine Kundin, die Person daneben rückt unauffällig zur Seite. In der nächsten Woche verschiebt genau diese Kundin ihren Termin und meldet sich danach nicht mehr. Bedenken zur Hygiene werden selten ausgesprochen. Die Kundschaft bleibt einfach weg.

Die Erkältungs- und Grippesaison ist der richtige Zeitpunkt, um Ihre Hygiene sichtbar zu machen. Hier finden Sie ein praxistaugliches System: von der Werkzeugdesinfektion über Pufferzeiten im Terminbuch bis zu den Kosten für Einwegmaterial und klaren Regeln für das Team. Das Ziel: Gesundheit schützen und Ihren Kundinnen und Kunden das Gefühl geben, gut aufgehoben zu sein.

Was Hygienezweifel den Salon kosten

Hygiene taucht in der Kalkulation meist als Kostenposten auf. Wer sie vernachlässigt, zahlt jedoch mit verlorener Kundschaft. Eine einfache Rechnung: Verlassen beispielsweise drei Stammkundinnen wegen Hygienebedenken den Salon und kommt jede von ihnen achtmal im Jahr mit durchschnittlich 60 €, fehlen Ihnen 1.440 € Jahresumsatz. In den meisten Salons ist das ein Vielfaches dessen, was Desinfektionsmittel, Einweghandtücher und Sterilisationsbeutel im Jahr kosten.

Wichtig ist auch, wie Kundschaft Hygiene beurteilt. Sie sieht keinen Laborbericht, sondern nur, was vor ihren Augen passiert:

  • Liegen Scheren und Kämme offen auf der Ablage?
  • Werden Stuhl und Waschbecken zwischen zwei Kunden abgewischt?
  • Kommt das Handtuch frisch aus einem neuen Stapel?
  • Werden Maniküreinstrumente vor den Augen der Kundin aus dem Beutel genommen?
  • Wirkt jemand im Team krank?

Ein tägliches Protokoll für Werkzeuge und Flächen

Wird Hygiene dem persönlichen Ermessen überlassen, arbeitet jede Person nach eigenem Maßstab. Sie brauchen ein schriftliches Protokoll, das alle gleich umsetzen.

Nach jedem Kunden

  1. Scheren, Kämme, Bürsten und Clips zuerst mit Seifenwasser reinigen und dann für die vom Hersteller angegebene Einwirkzeit in ein geeignetes Desinfektionsmittel legen.
  2. Armlehnen, Kopfstütze und Waschbecken abwischen.
  3. Benutzte Handtücher direkt in den Wäschekorb, nie zusammengelegt zurück ins Regal.
  4. Instrumente für Maniküre, Pediküre und Augenbrauen in Sterilisationsbeuteln aufbewahren und den Beutel vor der Kundin öffnen.

Bei Feierabend

  • Boden, Ablagen und Türgriffe desinfizieren
  • Das Zyklusprotokoll des Sterilisators prüfen
  • Handtücher und Umhänge bei hoher Temperatur waschen
  • Das Ablaufdatum angebrochener Desinfektionsmittel kontrollieren
Tipp: Hängen Sie die Reinigungscheckliste nicht im Personalraum auf, sondern dort, wo die Kundschaft sie sieht, und ergänzen Sie eine Spalte für die Unterschrift. Das diszipliniert das Team und schafft ganz nebenbei Vertrauen.

Reinigungszeit gehört ins Terminbuch

Der häufigste blinde Fleck: Das Hygieneprotokoll existiert auf Papier, im Kalender ist dafür aber kein Platz. Sind die Termine eng getaktet, wird die Reinigung beschleunigt oder ausgelassen, damit der nächste Kunde nicht warten muss. Dauern Einwirkzeit und Lüften zum Beispiel zehn Minuten, gehören diese zehn Minuten in die Dauer der Dienstleistung.

In sysSalon können Sie die Reinigungszeit direkt in die Dauer jeder Leistung einrechnen. Hinterlegen Sie eine 45-minütige Gesichtsbehandlung mit 55 Minuten, vergibt der Kalender denselben Raum erst danach wieder. Da die Raumansicht Doppelbelegungen pro Kabine und Stuhl verhindert, bleibt die Reinigungspause auch an vollen Tagen geschützt.

Bleiben Sie dabei verhältnismäßig: Statt jeder Leistung denselben Puffer zu geben, richten Sie ihn nach dem Risiko aus. Föhnen und Gel-Maniküre brauchen nicht dieselbe Vorbereitungszeit.

LeistungReinigungspuffer (Beispiel)
Föhnen, Haarschnitt5 Minuten
Maniküre, Pediküre10 Minuten
Gesichtsbehandlung, Kabinenleistungen10–15 Minuten
Behandlungen mit schneidenden oder stechenden Instrumenten15 Minuten

Einwegmaterial: Kosten sehen und einpreisen

Einweghandtücher, Handschuhe, Feilen, Nackenstreifen und Sterilisationsbeutel wirken wie Kleinigkeiten. Am Monatsende ergibt sich daraus jedoch eine ernstzunehmende Summe. Kosten Feile, Handschuhe, Handtuch und Beutel für eine Maniküre beispielsweise zusammen 1,50 € und machen Sie 300 Maniküren im Monat, entstehen allein bei dieser Leistung 450 € Hygienekosten pro Monat. Steckt das nicht im Preis, schrumpft Ihre Marge unbemerkt.

In sysSalon verknüpfen Sie die verwendeten Produkte mit der jeweiligen Leistung; beim Verkauf wird das Material automatisch vom Lager abgebucht. So wissen Sie aus Daten statt aus dem Bauch, wohin Handschuhe und Feilen verschwinden. Erfassen Sie Desinfektions- und Sterilisationsmaterial als Ausgaben und Lieferanteneinkäufe, wird der tatsächliche Anteil der Hygiene an Ihrem Monatsbudget sichtbar. Mit dieser Zahl führen Sie die nächste Preisdiskussion auf Basis von Fakten.

Gesundheit von Team und Kundschaft

Der schwierigste Teil der Hygiene sind nicht die Werkzeuge, sondern die Menschen. Eine Friseurin mit Fieber, die kommt, damit der Tag nicht ins Wanken gerät, gefährdet den ganzen Salon. Legen Sie die Regeln vor dem Höhepunkt der Saison fest:

  • Erstellen Sie einen Vertretungsplan für Mitarbeitende mit deutlichen Symptomen, damit klar ist, welche Termine wer übernimmt.
  • Geben Sie dem Team eine freundliche Formulierung an die Hand, um Kunden mit Krankheitszeichen einen neuen Termin vorzuschlagen.
  • Dokumentieren Sie Allergien, empfindliche Haut oder Reaktionen auf bestimmte Produkte.

Der letzte Punkt verbindet Hygiene mit Sicherheit. Tragen Sie in sysSalon Hinweise wie „Latexallergie“ oder „empfindlich gegenüber Aceton“ in die Notizen der Kundenkarte ein, sieht jede Person im Team, die diese Kundin bedient, dieselbe Information. Mitarbeitende wechseln, das Wissen bleibt im Salon. Fällt jemand krankheitsbedingt aus, verschieben Sie die Termine per Drag-and-drop in Sekunden zu einer Kollegin.

Machen Sie Hygiene sichtbar

Eine gute Reinigungsroutine schafft kein Vertrauen, wenn niemand sie bemerkt. So zeigen Sie sie, ohne zu prahlen:

  • Öffnen Sie den Sterilbeutel vor der Kundin und erklären Sie ihn in einem Satz.
  • Stellen Sie am Eingang Händedesinfektion bereit und halten Sie sie stets gefüllt.
  • Zeigen Sie einmal im Monat in den sozialen Medien einen Blick hinter die Kulissen Ihrer Reinigungsroutine.
  • Sagen Sie bei der Terminbestätigung, dass Kunden bei Krankheitsgefühl kostenlos umbuchen können.

Dieser letzte Punkt muss zu Ihrer Anzahlungsregel passen. Die Anzahlung bei krankheitsbedingter Absage auf den neuen Termin zu übertragen statt sie einzubehalten, wirkt kurzfristig wie ein kleiner Verlust, zahlt sich aber in Treue aus. Da sysSalon die Anzahlung mit dem Termin verknüpft, behalten Sie die Zahlung auch bei einer Umbuchung im Blick.

Vertrauen bringt Kundschaft zurück

Hygiene ist keine einmalige Investition, sondern eine tägliche Gewohnheit. Wenn schriftliches Protokoll, eingeplante Reinigungszeit, kalkuliertes Einwegmaterial und klare Teamregeln zusammenkommen, merkt das die Kundschaft und kommt wieder.

Planen Sie Reinigungszeit im Kalender, Material im Lager und Empfindlichkeiten auf der Kundenkarte ab heute mit sysSalon. Starten Sie mit dem kostenlosen Plan: ohne Kreditkarte, ohne zeitliche Begrenzung. Möchten Sie sehen, wie das System zu Ihrem Salon passt, fordern Sie eine Demo an oder sehen Sie sich alle Funktionen auf der Funktionsseite an.

Titelfoto: Max Vakhtbovych / Pexels

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