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Kombitermine: Mehrere Leistungen bei einem Besuch

So planen Sie Farbe, Maniküre und Augenbrauen bei einem Besuch, ohne Personal oder Räume doppelt zu buchen: Zeittabelle, vier Modelle, Tipps zu Preis und Anzahlung.

· 5 Min. Lesezeit

Kombitermine: Mehrere Leistungen bei einem Besuch

Das Telefon klingelt: „Ich möchte am Samstag meine Haare färben lassen. Wenn am selben Tag noch eine Maniküre ginge, wäre das ideal, und vielleicht noch die Augenbrauen …“ Die Rezeption blättert im Terminbuch. Die Coloristin ist um 11 Uhr frei, die Nageldesignerin um 14:30 Uhr. Der Kundin wird gesagt, dass sie dazwischen drei Stunden überbrücken muss. Wie es ausgeht, kennen Sie: Entweder sie verzichtet auf die Maniküre, oder sie bucht sie für einen anderen Tag und erscheint dann nicht.

Dabei hätte dieselbe Kundin mit der richtigen Planung alle drei Leistungen bequem bei einem einzigen Besuch erhalten können. In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie Sie Kombitermine, also mehrere Leistungen bei einem Besuch, ohne Überschneidungen bei Personal und Räumen planen und wie Sie Preise, Anzahlungen und die Ansprache an der Rezeption gestalten.

Was Kombitermine Ihrem Salon bringen

Am deutlichsten zeigt sich der Effekt beim durchschnittlichen Bon. Eine einfache Rechnung: Nehmen wir an, eine Zusatzleistung (Maniküre, Augenbrauen, Föhnen) bringt im Schnitt 25 €. Wenn Sie pro Woche nur bei 10 Kundinnen und Kunden eine Zusatzleistung zum Haupttermin einplanen, sind das 250 € pro Woche oder rund 1.000 € Mehrumsatz im Monat. Dafür müssen Sie keinen einzigen Neukunden gewinnen.

Hinzu kommen weniger sichtbare Vorteile:

  • Weniger verlorene Termine: Werden Leistungen auf zwei Tage verteilt, gerät der zweite Termin leicht in Vergessenheit. Ein einziger Besuch beseitigt dieses Risiko.
  • Ein besseres Kundenerlebnis: Für Berufstätige ist ein halber Tag am Stück deutlich wertvoller als zwei Anfahrten.
  • Leerlauf wird genutzt: Zeiten, in denen Ihr Personal nichts zu tun hat, etwa während die Farbe einwirkt, lassen sich mit einer weiteren Leistung füllen.

Vor der Planung: Ermitteln Sie die echten Behandlungszeiten

Die meisten Kombitermine scheitern daran, dass die Dauer der Leistungen nur geschätzt wurde. „Färben dauert zwei Stunden“ genügt nicht. Sie müssen wissen, wie viel dieser Zeit Ihre Mitarbeiterin aktiv arbeitet und wie viel reine Einwirkzeit ist.

Beispieltabelle für Zeiten

LeistungAktive ArbeitEinwirkzeitRessourcen
Ansatzfarbe30 Min.35 Min.Coloristin + Platz
Waschen und Föhnen40 Min.KeineFriseurin + Platz
Maniküre45 Min.KeineNageldesignerin
Augenbrauen-Styling20 Min.KeineFachkraft + Kabine
Gesichtsbehandlung60 Min.KeineKosmetikerin + Behandlungsraum

Füllen Sie diese Tabelle aus, indem Sie eine Woche lang echte Behandlungen mit der Stoppuhr messen. Ihre Werte werden vom Beispiel abweichen; entscheidend ist, dass sie die Realität in Ihrem Salon abbilden.

Vier Modelle für Kombinationen

Nicht jedes Leistungspaar wird gleich geplant. Für die meisten Salons reichen vier Modelle:

  1. Nacheinander, gleiche Mitarbeiterin: Schnitt, danach Föhnen. Das einfachste Modell; wichtig ist nur, die Gesamtdauer korrekt zu blocken.
  2. Nacheinander, verschiedene Mitarbeitende: Erst die Haare, dann zur Augenbrauen-Spezialistin. Im Kalender der zweiten Person braucht es eine Lücke, die 5 bis 10 Minuten nach Ende der ersten Leistung beginnt.
  3. In die Einwirkzeit legen: Maniküre am selben Platz, während die Farbe einwirkt. Das ertragreichste Modell: Zwei Mitarbeitende arbeiten gleichzeitig an derselben Kundin, jedoch an unterschiedlichen Aufgaben.
  4. Mit Raumwechsel: Vom Friseurplatz in den Behandlungsraum für die Gesichtsbehandlung. Hier muss neben der Fachkraft auch der Raum frei sein; wer die Raumplanung überspringt, provoziert Überschneidungen.
Tipp: Wenn Sie eine Leistung in die Einwirkzeit legen, planen Sie sie 5 bis 10 Minuten kürzer als die Einwirkzeit selbst. Ist die Maniküre noch nicht fertig, wenn die Farbe ausgespült werden muss, warten am Ende sowohl die Coloristin als auch die Kundin.

Regeln gegen Doppelbuchungen

Bei Kombiterminen entstehen Fehler selten bei einer einzelnen Ressource, sondern dort, wo sich Ressourcen überschneiden: Die Mitarbeiterin ist frei, aber der Raum belegt, oder der Raum ist frei, aber die Fachkraft bei einer anderen Kundin. Eine kurze Checkliste für die Rezeption hilft:

  • Ist für jede Leistung klar, welche Mitarbeiterin und welcher Raum oder Platz genutzt wird?
  • Gibt es beim Wechsel zu einer anderen Person einen Puffer?
  • Endet der gesamte Besuch vor Ladenschluss der Filiale?
  • Enthält die Kundenkarte Hinweise auf Allergien, eine Farbrezeptur oder Vorlieben?
  • Wurde für einen langen Block eine Anzahlung genommen?

Mit einem Papierkalender oder einer einspaltigen Terminansicht sind diese Prüfungen mühsam. Im Terminkalender von sysSalon können Sie jeder Leistungszeile innerhalb eines Termins eine eigene Mitarbeiterin, einen eigenen Raum und einen eigenen Rabatt zuweisen. Das System verhindert Überschneidungen sowohl beim Personal als auch bei Räumen und Plätzen und schlägt passende Zeiten anhand der Öffnungszeiten der Filiale vor. In der Raumansicht sehen Sie auf einen Blick, welche Kabine wann belegt ist; verschieben Sie eine Leistung per Drag-and-drop, fällt ein Konflikt sofort auf.

Preise und Anzahlung: Anreize setzen, ohne die Marge zu opfern

Ein Rabatt für Kombitermine liegt nahe, doch es kommt darauf an, worauf er gewährt wird. Statt einen Prozentsatz auf die Gesamtsumme zu geben, schützt ein kleiner Nachlass nur auf die Zusatzleistung die Marge Ihrer Hauptleistung. „10 % auf die Maniküre in Kombination mit Farbe“ gibt Ihren Kundinnen einen konkreten Grund, ohne Ihre Farbpreise aufzuweichen. Da sich für jede Leistungszeile ein eigener Rabatt festlegen lässt, bleibt diese Unterscheidung direkt im Termin sichtbar.

Ein Kombiblock von zweieinhalb Stunden bedeutet: Erscheint eine Kundin nicht, stehen zwei oder drei Mitarbeitende gleichzeitig ohne Arbeit da. Deshalb ist eine Anzahlung für Kombitermine ab einer bestimmten Länge eine vernünftige Regel. In sysSalon wird die Anzahlung direkt mit dem Termin verknüpft und beim Besuch von der Zahlung abgezogen, sodass Ihre Kassenbuchungen sauber bleiben.

Wie die Rezeption es anspricht: Service statt Verkauf

Auf die Frage „Darf es sonst noch etwas sein?“ antworten Kundinnen fast reflexartig mit Nein. Wesentlich besser funktioniert es, den Vorschlag mit ihrer Zeit und einem konkreten Bedarf zu verbinden:

  • „Während die Farbe einwirkt, haben Sie etwa 35 Minuten. Sollen wir uns in der Zeit um Ihre Nägel kümmern?“
  • „Beim letzten Mal hatten Sie erwähnt, dass Sie Ihre Augenbrauen gern in Form bringen lassen möchten. Sollen wir das am selben Tag einplanen?“

Der zweite Satz funktioniert nur, wenn Sie die Vorgeschichte kennen. In den Kundenkarten von sysSalon stehen Besuchshistorie, Notizen und Kundenstatus beisammen. Wer an der Rezeption den Hörer abnimmt, sieht also sofort, was die Kundin mag und was sie zuletzt hatte.

Machen Sie den Komplettbesuch zum Standard

Kombitermine gehören zu den direktesten Wegen, den Umsatz zu steigern, ohne neue Kundschaft gewinnen zu müssen. Messen Sie die echten Behandlungszeiten, legen Sie fest, welches der vier Modelle zu welchem Leistungspaar passt, weisen Sie jeder Leistung eigene Mitarbeitende und Räume zu, verlangen Sie bei langen Blöcken eine Anzahlung und verknüpfen Sie Ihre Vorschläge mit der Zeit Ihrer Kundschaft. Sobald diese Abläufe sitzen, erhalten Sie mit derselben Anzahl an Plätzen einen volleren und besser organisierten Kalender.

Sie können noch heute damit beginnen, Kombitermine ohne Überschneidungen zu planen: Starten Sie mit dem kostenlosen Plan von sysSalon, ohne Kreditkarte und ohne zeitliche Begrenzung. Wünschen Sie eine Vorführung, die auf Ihren Salon zugeschnitten ist, fordern Sie eine Demo an oder sehen Sie sich alle Module auf der Funktionsseite an.

Titelfoto: Mikhail Nilov / Pexels

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